HubSpot-Sequenzen lassen sich nur für Kontakte starten, bei denen eine E-Mail-Adresse hinterlegt ist. Gerade bei LinkedIn-Kampagnen fehlt die E-Mail aber oft – genau deshalb soll ja über LinkedIn angesprochen werden. Die Lösung: Du baust die Cadence als HubSpot-Workflow statt als Sequenz. Workflows funktionieren auch ganz ohne E-Mail-Adresse.
Das Problem: feste Zeitpunkte
In einem Workflow laufen die Schritte normalerweise zu festen Zeitpunkten (z. B. „Nachricht an Tag 3“). Ist die Vernetzungsanfrage zu diesem Zeitpunkt noch im Backlog oder vom Kontakt noch nicht angenommen, kann die LinkedIn-Nachricht nicht versendet werden. Der Workflow läuft trotzdem weiter – und die Reihenfolge der Nachrichten gerät durcheinander.
Die Lösung: „Warten, bis die Aufgabe erledigt ist“
Outreach Master arbeitet mit HubSpot-Aufgaben. Eine Aufgabe wird erst als erledigt markiert, wenn die LinkedIn-Aktion (z. B. Vernetzungsanfrage oder Nachricht) tatsächlich ausgeführt wurde. Lässt du den Workflow nach jeder Aufgabe genau darauf warten, läuft die Cadence pro Kontakt sauber in der richtigen Reihenfolge – so wie die Option „Sequenz pausieren, bis die Aufgabe erledigt ist“ bei Sequenzen.
Schritt für Schritt im HubSpot-Workflow
- Aufgabe erstellen: Füge die Aktion Aufgabe erstellen hinzu (z. B. LinkedIn-Vernetzungsanfrage über Outreach Master).
- Verzögerung hinzufügen: Klicke direkt nach der Aufgabe auf + und wähle Verzögerung.
- Verzögerungstyp: Wähle Bis ein Ereignis eintritt.
- Datenquelle: Wähle Ausgabe einer früheren Aktion in diesem Workflow und dort die eben erstellte Aufgabe.
- Bedingung: Ereignistyp Abgeschlossen, Eigenschaft Aufgabenstatus, neuer Wert Abgeschlossen.
- Zeitlimit setzen (empfohlen): Aktiviere „Mit der nächsten Aktion fortfahren, wenn das Ereignis nicht innerhalb eines Zeitraums eintritt“ (z. B. 14 Tage), damit Kontakte nicht ewig hängen bleiben – etwa wenn die Vernetzungsanfrage nie angenommen wird.
- Nächsten Schritt anhängen: Erst danach folgt die nächste Aufgabe (z. B. die erste LinkedIn-Nachricht) – wieder mit derselben Verzögerung dahinter.
Beispiel-Ablauf
- Aufgabe: Vernetzungsanfrage senden → warten, bis erledigt
- Optional: feste Verzögerung von 1–2 Tagen, damit die Nachricht nicht direkt nach der Annahme kommt
- Aufgabe: LinkedIn-Nachricht 1 → warten, bis erledigt
- Aufgabe: LinkedIn-Nachricht 2 → warten, bis erledigt
Tipps
- Vernetzungsanfragen am besten ohne Text senden – das konvertiert meist besser, und kostenlose LinkedIn-Konten dürfen nur wenige Anfragen mit Text pro Monat versenden. Mehr dazu unter LinkedIn-Limits.
- Wenn die E-Mail-Adresse später bekannt wird, kannst du im Workflow verzweigen und zusätzlich E-Mails versenden.